
In den Sagen der Insel Rügen spielen Zwerge eine große
Rolle. Es wird berichtet, schwarze Zwerge seien begnadete
Handwerker, aber mürrisch und Menschen nicht wohl gesonnen,
braune und grüne sind umgänglich, gehen Leuten
jedoch aus dem Weg. Anders dagegen die in den Kreidefelsen lebenden
weißen Zwerge, die das Rügener Kreidemännchen symbolisiert:
Sie sind immer guter Dinge, sehr fleißig und besonders den Kindern
zugetan. Ihnen bringen sie kleine Geschenke und süße Träume, gute
Menschen werden mit Gesundheit und Wohlergehen belohnt. Kreide,
das weiße Gold der Insel, hat für Rügen eine besondere Bedeutung als
landschaftsprägendes Element und wichtiger Wirtschaftsfaktor. Es lag
also nahe, die Kreide mit den Sagen von den weißen Zwergen zu verknüpfen
und ein Maskottchen für Rügen zu schaffen. Mit Wackelaugen,
Zipfelmützen und kleinen goldenen Glöckchen buhlen sie nun nicht nur
um die Gunst der Gäste. Einer trägt ein Stück Kreide, ein anderer einen
Rohbernstein oder einen Donnerkeil. Auch ein Kreidefrauchen gehört
zum sympathischen Völkchen der Kreidemännchen, das zukünftig
noch weiter wachsen wird. Zu jeder Figur entstand obendrein eine
Geschichte über die lustigen Kreidezwerge, die inzwischen geschätzte
Glücksbringer und ein beliebtes Mitbringsel der Inselbesucher sind.